Lyrik und Erzählung

Metaphorische Transgressionen zwischen Minnesang und Minneroman des 12. bis 14. Jahrhunderts


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Lyrik und Erzählung

Metaphorische Transgressionen zwischen Minnesang und Minneroman des 12. bis 14. Jahrhunderts

Lyrische Welten lassen sich als metaphorische Diegesen auffassen. Sie konstituieren sich in einer Topik des Übergangs, die das Projekt auf historisch-narratologischer Grundlage für den Minnesang und den Minneroman des 12. – 14. Jahrhundert erfassen möchte. In diesen beiden Genera bilden sich über die paradoxe kulturelle Semantik der Minne Verhandlungsorte einer Narrativierung des lyrischen wie einer Metaphorisierung des narrativen Diskurses aus. Die fraglichen Topoi erzeugen in den Erzählwelten des Romans unwirklich-metaphorische Szenerien, wie sie umgekehrt der Minnelyrik zu spezifisch narrative Kompositionslogiken beitragen: Die Dame auf der Zinne, der Flug des Falken, der Kuss des Kaisers, der Blumenkranz des Sängers – Elemente wie diese sind keine einfachen Bestandteile einer erzählbaren Wirklichkeit, sie sind aber auch keine bloßen Signifikanten eines lyrischen Diskurses. Vielmehr lassen sie sich als habitualisiertes System symbolischer Formen von ikonischer Wirksamkeit beschreiben, die eine dauerhafte Herausforderung historisch-poetischer Semantiken gegenüber realistischen Lektürekonventionen in Narratologie und Lyriktheorie darstellt.



Aktuelles

Dispositive des Ich. Metapher, Minne, Medium. 19. - 20. Januar 2017

Dispositive des Ich - Flyer.pdf
Dispositive des Ich - Plakat.pdf

Patrick Lange
Diana Roever
Seminar für Deutsche Philologie
Raum 2.227
Käte-Hamburger-Weg 3
D-37073 Göttingen
Tel. +49-551-39 4458
E-mail: patrick.lange@phil.uni-goettingen.de
diana.roever@phil.uni-goettingen.de

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